ImPROving cross-sectoral collaboration between primary and psychosocial care:
An implementation study on VIDEo consultations (PROVIDE)

English

Studiendesign und -ablauf

Ablauf PROVIDE Projekt

  PROVIDE-A PROVIDE-B PROVIDE-C
Ziele Identifikation des Bedarfs sowie der Anforderungen an psychotherapeutische Video-konsultationen Bedarfs- und bedürfnisgerechte Anpassung, Erprobung psychotherapeutischer Videokonsultationen Großflächige Implementierung psychotherapeutischer Videokonsultationen
Methoden Mixed-methods Design mit Fokusgruppen und Survey (exploratory sequential design) Randomisiert-kontrollierte Studie Individuell randomisiert-kontrollierte Studie mit zweiarmigem Parallelgruppendesign
Outcomes Veränderungsbereitschaft, Umsetzungsanforderungen, Kompatibilität, Umsetzungsbereitschaft Durchführbarkeit der Intervention, Machbarkeit des Studiendesigns Symptomlast der Patienten bei Depression und Angststörungen

PROVIDE-C: Individuell randomisierte kontrollierte Effektivitätsstudie

Fragestellung: Verringert sich die Symptomlast bei Patient*innen mit Depressionen und Angststörungen bei der Behandlung durch Videokonsultationen im Vergleich zur Routineversorgung durch die Hausärztin/ den Hausarzt nach 6 Monaten?

Methodik: Im dritten Studienabschnitt werden in einer individuell randomisierten, prospektiven, zweiarmigen Überlegenheitsstudie mit Parallelgruppendesign N = 320 Patienten in Hausarztpraxen rekrutiert. Die Intervention beinhaltet das neuentwickelte Behandlungskonzept auf Basis von Videokonsultationen zu Diagnostik, Behandlungsplanung und Kurzzeitintervention durch Psychotherapeuten. Dieses wird systematisch hinsichtlich Wirksamkeit, Kosteneffektivität und unerwünschten Effekten verglichen mit der üblichen Behandlung beim Hausarzt: Der primäre Endpunkt umfasst die absolute Veränderung der mittleren psychischen Symptomlast in der Patient Health Questionnaire Anxiety and Depression Scale (PHQ-ADS) von Baseline bis 6 Monate nach Baseline-Erhebung.

PROVIDE-B: Machbarkeitsstudie

Fragestellung: Inwieweit lassen sich Videokonsultationen durch Psychotherapeuten von in der Hausarztpraxis vorstelligen Patienten mit psychischen Störungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie realisieren?

Methodik: Im zweiten Studienabschnitt wird auf Basis der Ergebnisse der Bedarfsanalyse das PROVIDE Behandlungsmodell maßgeschneidert spezifiziert (per intervention mapping). Diese Intervention wird dann in einer zunächst kleineren Zahl von Hausarztpraxen pilotiert und hinsichtlich Machbarkeit (u. a. Akzeptanz bei Patienten und Akteuren, organisationale Abläufe und technische Umsetzung) evaluiert.

PROVIDE-A: Bedarfsanalyse

Fragestellungen: Wie sieht die derzeitige Versorgung von psychischen Störungen an der Schnittstelle zwischen Hausarzt und fachpsychotherapeutischer Behandlung aus? Welche Voraussetzungen werden an ein Versorgungsmodell gestellt, das Videokonsultationen durch Psychotherapeuten von in der Hausarztpraxis vorstelligen Patienten mit psychischen Störungen beinhaltet?

Methodik: Im ersten Studienabschnitt erfolgt über eine Sekundärdatenanalyse einer epidemiologischen Stichprobe von Patienten die Charakterisierung der Zielgruppe, für die Hinweise bzgl. Unterversorgung vorliegen. Ferner erfolgen leitfadengestützte Fokusgruppen und Einzelinterviews mit Patienten, Hausärzten, Psychotherapeuten, Psychiatern, medizinischen Fachangestellten und gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern (u. a. Vertreter der Fachgesellschaft und Krankenkassen, des Bundesministeriums für Gesundheit, BMG, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, KBV und des Sachverständigenrats Gesundheit).

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