ImPROving cross-sectoral collaboration between primary and psychosocial care:
An implementation study on VIDEo consultations (PROVIDE)

English

Studiendesign und -ablauf

Ablauf PROVIDE Projekt

  PROVIDE-A PROVIDE-B PROVIDE-C
Ziele Identifikation des Bedarfs sowie der Anforderungen an psychotherapeutische Video-konsultationen Bedarfs- und bedürfnisgerechte Anpassung, Erprobung psychotherapeutischer Videokonsultationen Großflächige Implementierung psychotherapeutischer Videokonsultationen
Methoden Mixed-methods Design mit Fokusgruppen und Survey (exploratory sequential design) randomisiert-kontrollierte Studie cluster-randomisierte, kontrollierte Studie
Outcomes Veränderungsbereitschaft, Umsetzungsanforderungen, Kompatibilität, Umsetzungsbereitschaft Durchführbarkeit der Intervention, Machbarkeit des Studiendesigns Anteil leitlinienkonform versorgter Patienten mit psychischen Störungen

PROVIDE-A: Bedarfsanalyse

Fragestellungen: Wie sieht die derzeitige Versorgung von psychischen Störungen an der Schnittstelle zwischen Hausarzt und fachpsychotherapeutischer Behandlung aus? Welche Voraussetzungen werden an ein Versorgungsmodell gestellt, das Videokonsultationen durch Psychotherapeuten von in der Hausarztpraxis vorstelligen Patienten mit psychischen Störungen beinhaltet?

Methodik: Im ersten Studienabschnitt erfolgt über eine Sekundärdatenanalyse einer epidemiologischen Stichprobe von Patienten die Charakterisierung der Zielgruppe, für die Hinweise bzgl. Unterversorgung vorliegen. Ferner erfolgen leitfadengestützte Fokusgruppen und Einzelinterviews mit Patienten, Hausärzten, Psychotherapeuten, Psychiatern, medizinischen Fachangestellten und gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern (u. a. Vertreter der Fachgesellschaft und Krankenkassen, des Bundesministeriums für Gesundheit, BMG, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, KBV und des Sachverständigenrats Gesundheit).

PROVIDE-B: Machbarkeitsstudie

Fragestellung: Inwieweit lassen sich Videokonsultationen durch Psychotherapeuten von in der Hausarztpraxis vorstelligen Patienten mit psychischen Störungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie realisieren?

Methodik: Im zweiten Studienabschnitt wird auf Basis der Ergebnisse der Bedarfsanalyse das PROVIDE Behandlungsmodell maßgeschneidert spezifiziert (per intervention mapping). Diese Intervention wird dann in einer zunächst kleineren Zahl von Hausarztpraxen pilotiert und hinsichtlich Machbarkeit (u. a. Akzeptanz bei Patienten und Akteuren, organisationale Abläufe und technische Umsetzung) evaluiert.

PROVIDE-C: Cluster-randomisierte kontrollierte Implementierungsstudie

Fragestellung: Werden im Rahmen des PROVIDE Behandlungsmodells im Vergleich zur bestehenden Routineversorgung mehr Patienten mit psychischen Störungen sowohl diagnostisch wie therapeutisch leitlinienkonform versorgt?

Methodik: Im dritten Studienabschnitt wird das Behandlungsmodell in einer cluster-randomisierten Studie regional in insgesamt 19 Praxen implementiert und evaluiert (Proctor et al., Administration and Policy in Mental Health and Mental Health Services Research, 2009). Primärer Zielparameter bei der Implementierung ist der Umfang, in dem eine adäquate, respektive leitlinienkonforme psychosoziale Versorgung in der Routine stattfindet.

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